Möglichkeiten des Einsatzes von Social Software im Kontext
einer Fachinformationseinrichtung
Peter Weiland,
Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID), Trier
Sogenannte Social Software Anwendungen verändern seit ca. fünf Jahren das Gesicht des WorldWideWeb einschneidend. So ermöglichen Blogs jeder Person mit Internetzugang das Publizieren eigener Ideen im Web auch ohne Kenntnisse gängiger Standards wie HTML oder CSS.
Wikis sind kollaborative Arbeitsumgebungen, die nur über ein Browserinterface das Arbeiten an gemeinsamen Projekten zeit- und ortsunabhängig ermöglichen. Darüber hinaus etablieren sich ständig neue Angebote, wie beispielsweise Social Bookmarking Services, Dienste zum Knüpfen von Netzwerken etc.
Das Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) betreibt nun schon seit mehr als einem halben Jahr ein Blog zum Thema e-learning in der Psychologie, das über neue elektronische Lehr-/Lernangebote im Fach, interessante Softwareanwendungen für die Gestaltung von e-learning Umgebungen oder auch über neue Studien zum Einsatz von e-learning in der Lehre informiert. Für die Datenbanken PSYNDEX Lit & AV und PSYNDEX Tests werden die Titel der neuesten, in die Datenbank eingespielten Dokumente in einem RSS-Feed veröffentlicht.
In diesem Beitrag wird untersucht, welche Möglichkeiten sich Fachinformationseinrichtungen wie dem ZPID bieten, um mithilfe von social software (oder auch Web 2.0) -Anwendungen ihren Kunden einen besseren Service anbieten zu können. Dabei wird zunächst ein Überblick über beispielhafte Anwendungen und aktuelle Entwicklungstendenzen gegeben. Anschließend wird darauf eingegangen, welche Bedingungen für einen erfolgreichen Einsatz solcher Anwendungen im Kontext einer Fachinformationseinrichtung gegeben sein müssen, wie z.B. niedrige Eintrittsbarrieren in technischer Hinsicht, Sicherung der Privatsphäre der Nutzer und nicht zuletzt Seriosität des Angebotes.
|